dieses Jahr komme ich nicht so einfach

an unsere steinige Steilküste. müsste großen Umweg fahren, weil DK die 3 Grenzübergänge gespert hat. Dazu habe ich keine Lust..aber ich habe im Kopf die wunderbaren Farben. das Braun des Torfs vom uralten Moor als Schicht in der Steilküste, grau der unzähligen Steine, helles Umbra der Erde, gelb des Sandes. spezielles rosarot von Muschelschalen. bzw die blauen Schalen der Miesmuschel..das Gelb des Ginstern, die rotbraunen Dornen. das helle grün des Strandhafers. das kräftige der Erbsen auf dem Feld.

und das webe ich nun..halte meine Erlebnisse fest..die Spuren im Sand. im Watt, die Reusen und Pfähle… leichte Brandung bei Flut..all das webe ich nun in meinen Stoff.. und das Helle des Himmels über Tag..

was tun- was nicht tun

Ja diese Pandemie hat alles verändert. Im anderen Blog redete ich warnend zu Beginn… seid umsichtig..meidet Kontskte.. denkt mal anders. wenn es um exponentielle Zuwachsraten geht.

Inzwischen versteht man besser das Infektionsgeschehen. Aber nun kommt Unvernunft mangelnde Solidarität jugendl Leichtsinn und dazu unglaubliche Unterkünfte und Arbeitsbedingungen von ausländischen Arbeitern. Dazu Reiselust und Partygeschehen.. Da wenige sich gerade ansteckten, wurden viele leichtsinnig. Ich weiß noch, wie schockiert ich reagierte, als eine alte Freundin meinte, mich beim Begrüßen umarmen zu können.

Es geht schlicht nicht mehr. Wir müssen Abstandsregeln verinnerlichen. Und ich finde sie inzwischen ganz normal. So irritierte mich sehr das Verhalten dänischer Bürger, die nicht den lockdown gelebt haben…keine Masken tragen in Geschäften. Ich fühlte mich unwohl und riet auch meiner Tochter die radelnd die dän. Ostseeküste erkundet, bleib bei deinen Vorsichtsmaßnahmen, die du wie selbstverständlich eingeübt hast.

und ich habe nun überdacht..werde ich reisen.. Museen besuchen wenn überall Urlauber hier sich sammeln?

Ixh habe mich entschieden. nein. keine Reise vorläufig, keine Gottesdienstbesuche, Treffen nur in kleinster Zahl nach Coronaregeln. Es fiel schwer. kein Spinn- und Weber- Färbertreffen.. Aber virtuell tauschen wir uns aus.

Aber es gibt auch innere Stärke der bewusste Verzicht. Und es bringt neue Ruhe in mein Leben. Ich arbeite konzentrierter kreativer.

Es fiel mir schwer Freunden Bekannten zu sagen. bitte kommt nicht. Ich meide alle möglicherweise riskanten Kontakte. So bleibe ich nur bei engster Family. Freundinnen aus der Nähe- mehr nicht. In einen Jahr überlege ich neu.

Aber ich lernte auch. es gibt trotz großer Unterschiede jemanden dem ich vertrauen will. Und der Freund und ich werden zusammenhalten trotz großer Entfernung. Auch hier ist Corona eine Herausforderung das übliche Miteinander. Besuche Einladungen. unterwegs sein.. alles ist anders..nicht mal eben in ein Lokal gehen. So geht es nicht. Und es ist nicht immer einfach. da verlor ich schon den Mut dachte. dann lieber allein. Aber es ist gut einen Partner aber doch oft getrennt und dann wieder vertraut zu haben.

Ich bin auch mit meiner Lebensweise nicht einfach wie andere.. Wer lebt schon so mit Spinnrädern und Webstühlen, Stricknadeln klappern oft, bzw ich sticke und nähe auch. Dazu so abseits auf altem Hof mit vielen Herausforderungen. Da passe ich nicht in das übliche Schema. Aber ich spüre. hier bei mir Zuhause ist meine Kraftquelle. ich möchte sie hüten und bewahren und so leben.. solange ich kann. Da brauche ich keine Reisen. und bin so gut versorgt mit Garnen Fasern Literatur..langweilig wird mir nicht. Dazu Gartenarbeit und nun darf ich ernten. was im Gewächshaus reift.

Ja auch das eine Folge von Corona. Meine Tochter aktivierte das Gewächshaus. Als sie hier aushelfen durfte. aus Hamburg anreisen dabei . wir beide schön getrennt. Abstand einhielten..da erwachte der Wunsch: zu gärtnern. Ich geniesse nun etwas täglich zu ernten zu dürfen. Dafür habe ich nun die Gefriertruhe voll gepackt mit Johannisbeeren..für Saft Fruchtmus. Rote Grütze.

Ich sah eine wunderbare Sendung über Gemüsegärtnerei. Haferwurzeln. experimentell wurde vieles probiert… toll.

ich bin aber lieber am Webstuhl da mache ich meine Testreihen. ebenso färbe ich wieder mit diversen Pflanzen vom Wegrand. einfach gelb. Aber auch Möhrenkraut. geht. Und probiere was färbt wie.. also seid wie früher. was hat die nächste Umgebung zu bieten..? Es gibt so eine finnische Färberin..unglaublich ihre Naturfarben..aber alles schaffe ich nicht. Nun werde ich mal im Wald stöbern nach Pilzen. dazu. Heidekraut. Labkraut suchen. das ist mein Reisen im 50 – 100km Umkreis.. aber immer nur sehr kleine Mengen..sammeln .

Also sich nicht ausgesperrt eingesperrt fühlen.. Denkt mal dran wie vor Zeiten von Eisenbahn das Leben war…Uns geht es einfach trotz allem noch gut.

meine zeit

ist zu kostbar, um sie nur zu vertrödeln. Ich habe mir vorgenommen, schöne textile Arbeiten zu entwickeln herzustellen..zu sammeln..Webarbeiten Spinnkunst. Strick- und Näh- und Stickwerk. So genieße ich es, heute dafür Zeit gehabt zu haben..genau genommen. hatte ich keine Lust unterwegs zu sein.. Es zog mich zum Spinnrad und Webstuhl.. Das war schön , zu weben, den Webstuhl zu korrigieren ,neu anzuschnüren, und nun verwebte ich schlicht Handspinnleinen. schön geschlichtet beim Spinnen.. Es machte Freude, 67 cm damit zu verweben.

Einzugsfehler..egal dennoch schön

Ich beschrieb es schon, ich zog in einen Schlitz 4 statt 2 Fäden ein. Beim feinsten Leinenschussgarn sah ich noch nicht, erst beim dickeren Towgarn fiel es mir auf. Aber ich webte das Teil fertig. Nun gesäumt beide Tischläufer, bei 30 Grad kurz mit viel Wasser gewaschen, dann gespült, ohne Schleudern.. nun trocknet es ohne Falten gebildet zu haben… Den Webstuhl berichtige ich nun, dann webe ich mit neuem Schwung weiter.

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ich vermisse es so

in ein kirchliches Konzert zu gehen mit Chor. es fehlt so

und es tat mir so oft so gut.

Hier die konzertante Version des Liedes was mich in den letzten Wochen geführt gestärkt hat.

Ebenso schaffe ich es nkcht in Gottesdienste zu gehen. möchte dort gemeinsam beten singen laut gefühlvoll einfach so.