tour de fleece

ist eine Erfindung der Spinner weltweit. Man spinnt aus seinem Vorrat an Wolle oder anderen Fasern während der Tour de France. Mal auf Leistung da werden Menge Länge ect notiert, und oder im Wettstreit

oder in Gruppen oder einfach so.

Ich habe im letzten Jahr festgestellt, daß ich fann besser unf gleichmässiger spinne weil ich parallel zu den tretenden Radprofis im ruhigen Rhythmus trete. Aber mir geht es nicht um Leistung Vergleich und dchon gar nicht will ich wissen, wie viel Meter ich am Ende habe.

Aber so bekam ich den großen Fundus an Shetlandwolle und Merino gesponnen und gezwirnt. Das Zwirnen dann im letzten Jahr elektrisch beim Ashfordspinner. Dann wurde rot und gelb und überfärbt mit Gelb und Krapp meine vielen Cochinelle-rosa Förbungen. DieE Farbpalette verwebte ich als Kette und Schußgarn.

Nun zum Ende des Sommers nochmal in der Waschmaschine ohne Schleudern im Wollwaschgang bei 20 Grad gewaschen..

Das Gelb werde ich mit Grauer Gotlandwolle als Kettgarn mixen und weiß als Schuß verweben. Dafür spinne ich nun feine Merino Cheviot.

ernten

auch in kleinen Mengen ..am Ende gibt es viel!

Einmal meine gelbe Wolle diesen Sommer. Das gabe ich bisher gesponnen gezwirnt und im Kammzug vorher gefärbt. nut Möhrenkraut, Johanniskraut, Goldrute, Rainfarn. Nun have ich die fertigen Stränge einmal gewaschen und mit Essigwasser nachgespült. Über der Leine abtropfen lassen und dann geschüttelt ausgeschlagen. Nun trocknet es unter der überdachten Terrasse nach, es scheint Regenwolke von Süden zieht über den Garten. aber vielkeich doch nicht. die Sonne geht nun unter und strahlt meine Bäume an !!

Daneben habe ich heute zu groß gewordene Gewürzgurken hergerichtet für Senfgurken: Schälen entkernen in Stücken immer wieder heiß übergießen. Vorher einmal in Salz ziehen lassen, das aber abtropfen und abspülen. Heute abend fülle uch sie mit Dill und Senfkörnern in Glas. ich nahm Apfelessig Wasser und Zucker dazu.

Mein Apfelmus ist ebenfalls nur kleine Menge. So große Portionen mache ich auch nicht mehr.

Und dann begann ja heute die Tour de France. Wir Spinnerinnen spinnen dann zeitgleich auch und treten in die Pedale. Da habe ich mir vorgenommen, es ruhig angehen zu lassen, kein Tempo sondern stetig und sorgsam meine Spulen zu füllen.

https://www.chefkoch.de/rezepte/1748761284196687/Senfgurken.html

noch einmal Sonne

Rilke sagt es so wunderbar:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Aus: Das Buch der Bilder

und ich erntete eben gerade, eigentlich verfrüht, aber ein Ast riss ein unter der Last der Früchte, nun nsch 10 Tagen beschloß ich: die Äpfel werden zu Apfelmus eingekocht.

Dazu brachte ich heute eine erste Schüssel Zwetschgen zur Family bitte testen im Kuchen…. ..sie reifen unterschiedlich

Dazu die Tomatenflut abgegeben.

Nun habe ich Zeit , heute wieder wunderbare Radrunde hier zu machen. Das gehört nun zu meinem Alltag auf und los! meine Ebikes für mich sind zurecht.. eines für kurze Fahrten oder eine Tochter nutzte es mit Kinderanhänger, das andere für lange Touren.

Ja das Wetter diese Woche war bei uns eigentlich gut..ab und zu heftige Schauer aber doch viel Sonne. So kann es gut reifen hier.

Im Garten blühen neu im kleinen Beet Mombretien. Die hatte schon meine Schwiegermutter hier in dicken Polstern. Dazu ein Anisysop , der sich aussähte im letzten Jahr, blüht nun. Wie schön.

Ich warte nun ab bis mein Mus gekocht ist , die dicken Wolken nach Norden abgezogen sind. dann raus auf Tour!

rhythmisch arbeiten

ich teste schlichte Wiederholungen von Leinenbindung und Musterschuss mit kleiner Flottierung

16

1262

16…

immer 6 Schüsse sind ein Rapport.

Einmal blaue Kette einmal streifige Kette

einmal von mir mit mit Indigo geküptes Leinenzwirn aus Langflachs aus Schweden plus Towgarn als Schuß,

einmal Baumwoll-Leinen von Buttinette in Natur.

Und beim Weben finde ich meinen Rhythmus und innere Ruhe .

Draußen ist Herbst geworden. die Äpfelbäume werden rot..aber auch Äste brechen aus. zu viel , zu reichlich..

zum Antrocknen

kann eine kleine zusätzliche Musterung im Leinenbindungsgewebe sinnvoll sein. Nach dem Waschen wird das Gewebe Erhöhungen haben. Wie bei einem Waffelgewebe saugen dann die etwas längeren Leinenfäden zusätzlich die Feuchtigkeit besser auf. Aber zu große Flottierung bedeutet auch weniger Haltbarkeit. Da ich die Kette schon weit einzog, hoffe ich auf spannende Effekte und dennoch gute Haltbarkeit. Nun verwende ich für den Schuß Towgarn oder Werggarn das ist weicher dazu stark gezwirntes Leinengarn. Den Strang wickelte ich in aller Ruhe auf eine Leerspule. weiter gehts langsam lehrt sich der Kettbaum

und gestern schönstes Wetter hier zog das Sturmtief nur im Kern entlang. mal heftiger Regen nachts aber kein Gewitter dann leichter Wind Sonne. Nur es wird kälter Wind von Nordwest

ich fuhr nochmal abends zum Meer, es war zu früh, HW war spät, aber genoß die Leere am Strand und etwas schwimmen ging schon.. Nun habe ich das Schwimmen im Meer beendet.

Gedanken

einer Spinnerin..während mir aus dé Hand der gedrehte Fafen in die Spule läuft, habe ich Zeit zum Nachspüren Denken Kombinieren Rückschau halten. Und ich kann Erfahrungen Erlebnisse oder Kontakte zu überdenken überprüfen. Es ist eine positiv schöpferische Phase Es ist für mich völlig anders als an der Nähmaschine, an den Stricknadeln , am Webstuhl zu sein. Ähnlich geht es mir, wenn ich frei sticke mit dem Klosterstich, auch da bin ich im anderen Gedankenraum. Ich liebe diese inneren Freizeiten. Nun habe ich das Glück hier am Meer zu leben mit sehr weiten Horizonten. Und tankte mich immer gerne besonders gerne dort an der grünen Küste ohne Tourismus Eventveranstaltungen übervollen Stränden auf. Man muss sie nun aber kennen diese Kleinode menschenleer und still genießen. Daher ist der jetzige Rückzug in sehr privates Leben für mich keine Veränderung. Dann freue ich mich aber auch aug nasse regnerische Zeiten..dann wachsen die Pilze und bei langen Spaziergängen ode Radrunde zu meinen Stellen finde ich ode auch nicht meine Speisepilze oder Färberpilze. Jetzt überlasse ich es fem Zufall welche gelbfärbenden Pflanzen ich bei sommerlichen Ausflüge finde und immer nur kleine Mengen sammle ich. Nicht zuviel der Natur entnehmen ist meine Devise. Und so sammle ich wie Frederic. Gedanken Wörter Farben. während rundum geerntet wird in Feld und Garten.. Und wenn unser Alltag wieder grauer wird. und ich bin sicher aufgrund der Pandemie wird es noch viele Verwerfungen geben, ich habe meinen Schatz an gefärbter Wolle. Aber auch weitere Fasern Garne. daraus wird dann gewebt gestrickt gestickt.. und das wird schön..mit den gesammelten Sommerfarben.

Wer nicht so lebt wie ich hier versteht mich oft nicht. Aber aus der Distanz sieht man vieles klarer. Wie nun bei unseren kalten sonnigen Tagen. und ich schaute nun nach Nordost am Horizont beginnt ein schöner neuer Tag

dieses Jahr komme ich nicht so einfach

an unsere steinige Steilküste. müsste großen Umweg fahren, weil DK die 3 Grenzübergänge gespert hat. Dazu habe ich keine Lust..aber ich habe im Kopf die wunderbaren Farben. das Braun des Torfs vom uralten Moor als Schicht in der Steilküste, grau der unzähligen Steine, helles Umbra der Erde, gelb des Sandes. spezielles rosarot von Muschelschalen. bzw die blauen Schalen der Miesmuschel..das Gelb des Ginstern, die rotbraunen Dornen. das helle grün des Strandhafers. das kräftige der Erbsen auf dem Feld.

und das webe ich nun..halte meine Erlebnisse fest..die Spuren im Sand. im Watt, die Reusen und Pfähle… leichte Brandung bei Flut..all das webe ich nun in meinen Stoff.. und das Helle des Himmels über Tag..