Mein Wolldeckenprojekt

Langsam wächst es, ich lasse mir bewusst Zeit.

Die Kette einfädeln, nur in aller Ruhe. Aber da ich nicht so fit bin und vieles noch draußen zu Regeln ist, hat dasVorrsng, dazu natürlich alles im Wohnhaus bis zur Wäsche und zum Putzen. Aber ich fühle mich gut dabei. Es war gut noch an den warmen nassen Tagen die Terrasse und den Betonboden zu säubern, die Fenster zu waschen. Nun sind die Wasserleitungen nach draußen abgestellt und entlüftet, und da es heute Nscht ersten Frost gab, spürte ich, wie gut klappt es dieses Jahr. Meine Vorräte an Obst und Gemüse kühl gelagert, frostfrei ja noch drinnen im Vorraum. nun nutze ich Herbstgemüse zu gerne, freue mich dann auf Rotkohl und Rote Beete . Ich habe Petersilie und Bronzefenchel geerntet und gehackt eingefroren, Ich genieße es, Möhren, Zwiebeln, Spitzkohl zu schmoren, dazu etwas selbstgekochter Gemüse- Brühe dazu Rindfleisch oder Würstchen, einfache Küche.

Dann ist wieder heute Zeit gewesen, das Riberok abzuwerfen, das tat so gut, der Fuss mag wieder treten. Und ich habe wunderschöne Garne hergestellt. Die werde ich mixen mit Resten vom Kettgarn, ich habe so große Vorfreude .

Ich schaute Filme zur Wollweben in Irland und Schottland, dazu Filme von den vorgelagerten Inseln und wie hart das Leben dort war. Man war zwar arm, aber konnte aus der Schafwolle, den Flechten und Pflanzen so schöne Farben auf kleinen offenen Feuern im Topf färben. Und dann kamen die Touristen und man verließ seine althergebrachten Arbeitsweisen. Fabrikware, Webstühle, wo man Meter um Meter webt, mit Fußtreten, und fertigen Ketten, die man nicht selber schärt, Garne die in Fabriken gemixt werden und gesponnen, aber man wollte der Armut entfliehen . Es ist okay, ebenso Schnellschuss, aber das ist nicht mein Weben, man spürt nicht mehr die Fadenspannung. Ich benutze lieber Handschützen,

„Gut Ding will Weile hsben“, ist mein Weg.

Genauso war es bei der Strickerei, für die eigene Familie strickte man feinste Strickweisen, für den Verkauf begann man den Zeitaufwand zu berechnen, und die Ware ist nicht mehr so liebevoll persönlich gefertigt.

Ich jedenfalls freute mich, dass bei Freundinnen meine Werke genutzt sind, sie werden so geschätzt, die wärmenden Decken zu sehen, oder im Auto des Sohnes, ein dicker Stapel kleine Wolldecken von mir für unterwegs. Und der Zeitaufwand , ist egal, die Decken halten jahrzehntelang, ja sie werden nach der sommerlichen Wösche mit Seife wieder wie neu.

So besuchte ich heute die Schafe im Osten, probierte das Radfahren, noch nicht so gut, aber die kurze Strecke ging es. Es war so schön, der Nebel lichtete sich, die Sonne kam immer mehr hervor.

Ich fühlte mich beschenkt, nun wieder so leben zu dürfen.

Und freue mich auf kleine Abwechslungen.

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