Nachdenkliches

Wir Spinnerinnen verwenden ja Tierhaare von Schafen, Alpakas, Ziegen, Kamelen, Yaks, sehr vielfältig, große Tierhaltungen zum Teil weltweit, , mal mehr oder weniger gut geführt , stehen dahinter.

Es ist sehr in der Kritik, besonders der Umgang bei Parasiten, und wir bemühen uns , auch wenn wir einen Minimalteil der Wolke nutzen, auf Herkunft , Zuchtweise und Haltung zu achten. Archehöfe sind im Trend, um alte Genpoole zu erhalten, aber letztlich ist entscheidend, kümmere ich mich, sorge ich dafür, dass das Tier zu Lebzeiten nicht leiden muss. So ist Freilandhaltung nicht automatisch gut, es gibt so viele Parasiten, behandle ich vorbeugend und mache große Wechsel in Weideflächen, so leiden Tiere fast nie , sterben aber auch, wenn wir nicht vorbeugend gegen Parasiten vorgehen. Daher kann ich nicht folgen , wenn man fast gebetsartig Biotierlaltung automatisch für gut befindet. Es gehört viel Fachwissen dazu.

Aber ich respektiere auch , wenn Menschen sich für vegane Lebensweise entscheiden, nur je mehr man forscht, umso mehr erkennt man, dass auch Pflanzen kommunizieren, und darf man sie dann einfach schneiden? Ich glaube, wir müssen uns damit auseinandersetzen, alleine wir in der Überbevölkerung weltweit, unsere Städte, unser Verkehr, unser Ackerbau zerstört auch Lebensräume, alle wollen überleben.

Daher ich glaube, man muss regulieren, man muss die Jagd betreiben, und es ist völlig in Ordnung Tiere zu halten und zu nutzen, aber man darf auch das nur mit Respekt und Achtung. Jeder Kulturkreis hat andere uralte Regeln, manche finde ich unerträglich, andere sind viel besser als unsere. Ich versuche viel darüber zu lernen durch Lesen, Filme, Vorträge.

Aber was ich nie verstand, dass man so maßlos wurde, wenn 10Tiere Geld brachten, warum dann nicht gleich 10000,? Das ist nicht richtig.

Wenn früher in eiskalten Regionen die Mendchen Pelztiere erlegten, um sich wärmende Kleidung selber zu nähen, dann war es okay, man sorgte ja immer dafür, dass es genug Tiere blieben, aber sehr viele Fallen zu stellen , um zu verkaufen, damit begann es, den falschen Weg zu gehen. Nun unsere Tierhaltung ist ja so einseitig geworden, früher hielt jeder Haushalt seine Ziege, Kuh, Schwein, ein paar Gänse, für seine Familie, aber nun: man kauft, Null Wissen vom Tier.

Fehlentwicklungen sind vorprogrammiert, weil man versucht, die Kosten zu senken, aber den Gewinn zu maximieren. Nur das tun viele, Folge Überangebot, Preisverfall, oder einer kann noch billiger produzieren, mehr Automatisierung, größere Einheiten, aber wo soll es hinführen? Nun bei den Schlachthöfen lief es schon schief, dennoch immer mehr kleinere Schlachtereien geben auf, sie können die Auflagen nicht kostendeckend erfüllen.

Ja zu Wolle von Tieren, es war mal aktuell Opposum aus Neuseeland, die sind dort eine Plage, aber ich habe das nur getestet, möchte diese Faser nicht. Dann erfuhr ich, nun die Tiere werden getötet, da wollte ich erst recht nichts davon. Für mich ist es okay, wenn männliche Bocklämmer im Herbst geschlachtet werden, und man dann das Fell gerben lässt. Und man muss nicht die Wolle von Alttieren, die zu kratzig ist nutzen für Pullover, wenn man keine Verwendung hat fürs Teppichweben , kann man sie als Mulchschicht nutzen. Aber es ist und bleibt immer eine Gratwanderung, man muß sich ethischen Fragen stellen.

So und nun werde ich weiterspinnen für die Wolldeckenweberei, das mache ich lieber als billige Fleecedecken aus geschredderten Plastikflaschen zu nutzen. Es ist eine andere Wertschätzung und nicht Abfall.

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