Wie wäscht man Naturwolle?

Früher gab es keine Alternative, mit Hand, fast kalt, Wollwaschmittel, das war gängig und ist nun meiner Meinung nach völlig überholt. Und benutzt bloß keinen Weichspüler..zu viel Chemie..

Ich habe 2 Methoden entwickelt,

1. einmal : Wärme, sehr heiß, ja Wolle kann man sehr gut kochen, aber dann nicht bewegen und reiben, wenn man kein Verfilzen möchte.

2. Dann fettige Naturseife , damit wird Wolle wasserabweisend, verdichtet sich, wenn man sie reibt, da ist dann wichtig, macht vorher Strickproben, Waschproben, damit es nicht unkontrolliert einkauft, bretthart wird.

Manche Wollgestricke, Webarbeiten werden stark verdichtet, andere kaum, das hängt sehr von der Tierrasse ab, bzw manchmal ist ein Schaf genetisch etwas anders. Daher empfiehlt es sich, nur die Wolle eines Tieres oder kardierte Lagen bzw Kammzüge zu verspinnen, möchte man es einheitlich. Aber am besten Wolle aus einer Lieferung, auch Naturwolle kann unterschiedlich sein.

Aber ihr habt ja meistens das fertige Gestrick vor euch und fragt euch?

Geht es auch in derWaschmaschine? Also sogenannte Superwashwolle ist mit Nylon, also Plastik überzogen, da wäscht man strenggenommen keine Wollfasern sondern Kunststoff mit Woll- kern. Da ist die Oberfläche der Wollfasern überzogen mit Kunststoff.

Es heißt immer Merino das geht gar nicht, das verfilzt so leicht.. das gilt aber nur, wenn du die Faser zueinander bewegst und heiß und kalt wechselst..

Aber bewegst du es nicht, kein Verfilzen! !!!!Wolle warm und nass nie drücken reiben bewegen, das ist die Grundregel.!!!! Dann filzt es nicht

Möchte ich aber das Verfilzen, Verdichten dann heiss drücken, Wechsel von heißem und kaltem Spülen. Zum Schluss mit Essigwasser.

So habe ich nun angefangen , meine Pullover in der Waschmaschine im Wollprogramm zu waschen. Kalt mit Waschpulver vom Asthmabund getestet, nicht schleudern. Meine alte Maschine, da konnte ich direkt in den Schleudergang schalten, da wurde die Wäsche nicht noch aufgelockert, bewegt. Ich schaute mir an, wie ist nun der Schleudergang bei der neuen Maschine,,,es wird vorher mir zu viel bewegt und dabei abgepumpt, da riskiere ich das Schleudern nicht.

Aber kein Problem, entweder tropfnass draußen aufhängen oder drinnen auf Wäscheständer legen, darunter eine Wanne, und Geduld, immer wieder umlegen. Achtung, lieber flach hinlegen. Aber nach 2 Tagen tropft es nicht mehr..

Schnelle Methode, Sauna an, auf einem Badetuch trocknen, funktioniert sehr gut bei Wolldecken Teppichen, die sonst schwer durchtrocknen im Winter.

Kleine Teile, Heizkörper, ja auch das verträgt Wolle gut, aber bitte nicht zu nass drauflegen, die Heizkörper können innen rosten , wenn man das ständig macht.

Weiteres Trocknen bei Fußbodenheizung, Handtuch oder Bettlaken auf dem Fußboden ausbreiten, feuchte Teile darauf auslegen. Warten…einmal wenden.

Große Teile wie Wolldecken wasche ich im späten Frühling , das Trocknen im Sommer gerne draußen in der Sonne, zu schön, wenn alles nach dem Winter wieder frisch ist.

Jedenfalls seht ihr auf dem Wäscheständer beide Weisen der Wollwäsche: Neue Mütze geseift, heiß und kalt geknetet, gespült mit Essig im Wasser, dann im Handtuch aufgerollt und Wasser ausgedrückt, blieb wunderbar locker.

Wollpullover hochfeine südamerikanische Merino 16 micron, kalt in der neueren Waschmaschine mit Wollprogramm, kein Schleudern, tropfnass auf den Wäscheständer gelegt…kein Einlaufen, kein Verfilzen .weil kaum Bewegung und eben sehr kalt gewaschen.

Die Mütze daneben mit Seife gründlich gewalkt..

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