Das ist echt kalt

jetzt, der starke Ostwind jagt über die Felder, und dazu ziehen genau entgegengesetzt die Tiefdruckgebiete übers Meer und bringen Feuchtigkeit mit, so hatten wir schon starken Schneefall, der weht nun von den Feldern und es bilden sich kleine erste Verwehungen, brhh…einfach kalt ist diese Kälte.

Und so habe ich Notfallprogramm , es wird nun in den Räumen, wo ich bin, richtig warm geheizt, mein Haus ist nicht winddicht, eben alte Balkendecken, Wände, und so achte ich doch zugleich darauf, dass die Wasserleitungen nicht einfrieren, und dabei gerade die Heizungen. Durch die Termostatsteuerungen werden oftmals gerade in ungenutzten Räumen die Zuleitungen immer zu wenig mit warmen Wasser gespült, also heißt es, täglich einmal oder mehrfach für eine Stunde Termostate kurz hochdrehen…

Ebenso habe ich gerade vorbeugend die ganze Heizungsanlage durchsehen lassen, und ein kleiner Nebenraum, wo frostfrei der Apfelsaft lagert, da war es kritisch schon, so holte ich trotz Lockdown kleine Elektroheizung, bis das Ventil dort repariert war, sorgte sie für Wärme , bis meine normale Heizung nun dort etwas wärmt.

Ansonsten ich heize sowohl mit Holzbriketts wie Öl zusätzlich, und nun brauchte ich Nachschub, doch der bisherige Lieferant kann nur mit riesigem Kran das in die Scheune hiefen, da ist aber sehr alte Schiebetpr doch störanfällig, was tun..???

Und nun habe ich die Lösung, ein ehem. landw. Betrieb im Ort handelt mit vielem vom Hof , dazu Tierfutter, und auch Briketts, nun kommt testweise die Palette mit Frontladerschlepper in meine Scheune geschoben, dann ist der Nachschub gesichert,

Natürlich könnte ich alle Räume mollig warm halten, aber das ist Verschwendung und Quatsch, und es ist ja schnell wieder warm, dort wo ich gerade bin. Ich habe schöne dicke Pullover, das ist doch besser.

Und ich habe mehrere Thermometer mit Hydrometer, so habe ich alles im Blick, die gefühlte Kälte kommt vom Wind und hoher Luftfeuchtigkeit.

Nur meine Haut, und das Asthma hätten lieber feuchte Wärme, so genieße ich dann ab und zu die Sauna, diesen kleinen Raum einzuheizen ist nun meine Waffe gegen Krankheiten, sehr heiß feuchtwarm, dann draußen Wechselkälte , und so hätte ich mich auch ab. Wer das nicht hat, kurz heiß duschen mit kalten Güssen dazu, wirkt auch. Dann unter warmen Decken wieder erholen… ich machte mal eine schöne Kneippkur, da habe ich viel dazu gelernt und kann es nur empfehlen..

Aber das kleine Kältetief wird wieder vorbeigehen, leben wir also nun wie eine Schnecke in ihrem Haus, tief eingemummelt, leider können wir uns nicht vergraben wie ein Maulwurf.

Und ich mache mir Sorgen um die Fasanen, die Hennen kommen nicht mehr, nur noch ein Hahn, hoffentlich hat da die Vogelgrippe, die noch grassiert , nicht zugeschlagen. Aber dafür knabbert ein junger Rehbock hier an der Hauswand an den Zweigen, es war faszinierend , ihm zuzuschauen dabei von drinnen, mit seinem noch sehr bastigem jungen Geweih.

Und ich sehe Hasenspuren und gestern gut geschützt am Grabenrand in der Schneewehe , ein Hase in der Sasse.

So haben viele hier ihr Zuhause, es ist ein gutes Gefühl, dass meine Apfelbäume Rosen, Hecken und die Wildnis vielen Tieren Schutz gibt. Aber es gehört viel Toleranz dazu, wenn abends der Marder sein Quartier auf dem Dachboden aufsucht oder verlässt. Das ist echt merkwürdig wie er poltert.

Nur Ratten da kommt Schädlingsbekämpfer, die wollen wir nicht am Hof haben.

Aber nun hoffe ich auf weitere Wolle von den Schafen, jedenfalls ist das das beste nun…

Ach ja und der kleine Bauernhofladen hat nun auch Strickwolle und Bücher im Sortiment, ich werde da mich umschauen, wenn ich dort hinfahre demnächst. Bücher kann ich nie genug haben…sie inspirieren so….