Man ist ja schon dankbar

wenn sich der Schornsteinfeger zu Besuch anmeldet. Dabei betritt er gar nicht das Haus, sondern kann direkt über die Scheune zum Heizungsraum und,Speicherraum, der hoch oben liegt, so dass er ohne aufs Dach zu steigen, den langen Schornstein fegen kann.

Ich hatte schon das Tor geöffnet vormittags und dann hörte ich doch etwas über die Schallweiterleitung durch die Heizkörper, es rummelte laut, nein , er steigt nicht in den Schornstein, aber mit Kehrbesen und Kugel dran rückt er dem Ruß zu Leibe. Er fegt noch richtig bei mir. Ich habe nicht so ein Plastikschornsteinrohr wie bei moderner Niedertemperaturheizung und alle 2 Monate ist das dran. Und dieses mal endlich war er sehr zufrieden , höchst zufrieden, kaum noch Ruß, nur bester feinster Ruß minimal, ein Viertel von sonst. Also hat mein genaues Beobachten und aufmerksames Heizen mit den Briketts Erfolg, die Nachverbrennung klappt so gut, dass ich kaum noch Asche habe. Und es lohnt sich mal ab und zu Tagesprotokolle zu schreiben , wann wie geheizt, was beobachtet, welche Temperatur, so verfeinere ich den Rhythmus je nach Wetterlage, Wind. Mir macht es Spaß, so mit Heizungstechniker und Schornsteinfeger zusammen zu arbeiten und werde nun gerne die nächste Palette Holzbriketts bestellen bald. Ich bin ja mit Heizen von Öfen noch aufgewachsen und möchte nie die Ölöfen, das Haus roch immer nach Öl, und ab und zu gabs echt Probleme.

Und ich habe auch gerne mit Küchenherd gekocht und staune wie gerne meine Enkel immer bei ihrem Herd sich mit dem Thema beschäftigen. Da wird mit viel Freude diskutiert, welches Holz wie heizt, aber so eine tolle große moderne Holzheizung mit viel Automatik und Steuerung wie sie außerdem neu angeschafft haben, habe ich nicht.

Dafür spalten sie noch selber große Scheite, ich dagegen muss etwas mehr Geld ausgeben, aber seniorengerecht kann ich weiter nun heizen. Denn selber sägen spalten stapeln, das kann und möchte ich nicht mehr. Aber so effektiv wie diese Briketts verbrennen, das ist gut nun.

Jedenfalls stelle ich dem Schornsteinfeger gerne eine Tasse heißen schwarzen Kaffee hin und auf großen Abstand draußen hingestellt, ist Zeit für kleines Fachgespräch. Ich zeigte ihm meine neue Methode des Anzündens, und er hatte schon gedacht, als er durchs Küchenfenster geschaut hatte, ich mache Bonbons. Aber es leuchtete ihm sehr ein, dass der flüssige kleine Wachsbonbon dann die Späne im Holz etwas getränkt und ich so ohne Anzündholz auskomme. Nun kann ich mir ruhigen Gewissrns wöchentlich meine Zeitung „Die Zeit“ leisten.

Er fand es immer lustig, wie ich das Heizen mit soviel Vergnügen angehe, und Frust nicht zulasse mehr, aber eigentlich ist er Symphonieorchestermusiker, das mit dem Kehren hat er begonnen, um hier im Norden einen Brotberuf zu haben.

Frust mit Heizen, das hatte ich früher schon reichlich gehabt, jetzt sorge ich besser für mich.

Aber Fernwärme wäre nichts für mich, weil dann ist man abhängig, das liegt mir nicht. Und mit meinen 2 Systemen geht es ganz gut.

Und Stromausfall ist kein Problem, wegen des Stalls kommt der Elektroversorger sofort mit transportablenm Riesengenerator, auch das habe ich schon mitgemacht, und unser Transformatorkasten streikte und der Strom nur bei uns ausfiel, Hilfe kam. Daher immer selber mit aufpassen und lernen.

Ja das ist das Gute an der Pandemie, man kümmert sich mehr um kleine Dinge, aber die machen zufriedener.

Und nachmittags kam der Jagdpächter am Hof vorbei, da wurde dann der Wildtierbestand kurz beschnackt, auch wieder mit großem Abstand draußen auf dem Hofplatz.

Wenn ich dann an die armen Flensburger denke, ja sie haben nicht genug Abstand gehalten, nun darf sich niemand mehr besuchen. Aber wir haben ja Telefon und Internet. Nur für Kranke und Ältere wird das schwer, aber ich bin sicher, da wird sich Netzwerk aufbauen. Sie halfen damals so toll den gestrandeten Flüchtlingen am Bahnhof, die Stadt muss nun sich neu wieder ordnen. Hat Grenzabstimmungen überlebt und sonst , es gibt dort reichlich Rum, dann gibt es eben einen Grog zum Aufwärmen draußen beim Schnack auf Abstand, ach ne Alkohol draußen ist ja verboten…

Dann eben nur eine Wollmütze…

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