Eine Handvoll Leben

Auf den Holzdielen der Terrasse, ein ganz kleiner Hase, nass vom Morgentau saß er. oder sie dort, trocknet sein Fell in dem warmen Sonnenlicht, später sah ich ihn am Weg zur Garage, ja ich habe viele Mitbewohner hier, erwünscht, na ja , und auch der Gedanke, du auch? Muss das sein? Aber wenn bei meinem Lieblingsplatz über mir die Hummel in den Gesimskasten ein und ausfliegen, bedächtig und doch flink!, dann ist die Welt gut.

Für sie ließ ich extra das Schöllkraut stehen, den sah ich auch Akeleien werden angeflogen. Es muss ja im Nahbereich sein, die Nahrung für ihre Brut. Deshalb ließ ich auch Digitalis keimen, die mag ich so gerne, genau wie die mächtigen Königsberger, die Folgen.

Im letzten Jshr war es ein fein geputztes Beet, eine Tochter hatte es angelegt, mit vielen Zwiebelpflanzen bestückt, ich hatte unwissend Kraut dazu gesetzt, es sah so kahl aus, aber dieses Jahr explodiert es geradezu. Mal schauen, was sich durchsetzt. Notfalls wird es 30cm hoch mit der Heckenschere eingekürzt, aber ich ziehe nur Brennnesseln und Klettenlabkraut heraus.

Überall zwitschert es, der erste Kuckuck, klar die Rohrsänger bauen schon ihre Nester und machen ihr Revier laut bekannt.

Ja , ich werde nie verstehen, warum Menschen ihr Haus immer wieder zum WE wie auf der Flucht verlassen, und dann im Wohnmobil auf Betonflöchen, dicht gedrängt im Boot am Hafen, immer das eigene Revier verteidigen, sich mit Nachbarn beharkend, ihr Zuhause verlassen.

Bei uns ist es genau immer anders gewesen, mal zum Schwimmen ans Meer, zum Strand spazieren gehen, das kommt nächstes Jahr wieder, ohne dem doofen Testen vorher, um nach Dänemark zu kommen, und dann aber nach einigen Stunden ab nach Hause in den schattigen kühlen Garten, unter Bäumen sitze. Und ich war immer so froh, wenn ich dem Trubel Westerlands , Sylt, entkommen konnte, auf den Hof fuhr, und in meinem Garten eintauchte. Dabei konnte ich von dem kleinen Unterrichtsraum der Kinderkureinrichtung direkt auf Strand und Brandung schauen. Nun zu Mittag, ab und zu ging ich schwimmen, es lockte mich aber nicht, die Sonne brannte zu stark, lieber abends oder frühmorgens ins Wasser.

Das Zuhause war meine Kraftquelle immer, Da stärkte ich mich. Dann schaute ich,, was machen alle, Hermann oft bei den Bienen um diese Zeit, unser Refugium. Also ich kann euch nur raten, schafft solche Inseln bei der Welt der Hektik, man kann Garten pachten, man kann im Naturschutz aktiv sein, es ist so eine Bereicherung.

Und für mich ist meine alte Bank, der Ort , wo ich morgens bei einem Kaffee meine Gedanken sortierte, den Tag plane, und auch nur einfach nichts mache.. dann geht es los.

Und wo ist dein Platz zum Auftanken, nur du alleine?

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