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Ich schließe bald mit 2 Projekten ab, die blau- graue-gelbe Wollkette und die Leinenweberei in Erdtönen.

Und bin dann auch froh, es zog sich hin, aber war okay.

Auch mein Alltag ist noch nicht wie sonst, immer noch viele kleine Baustellen persönlicher Art, gesundheitlich, aber dann lerne ich eben, sich aus Terminen, dem, was andere machen, völlig herauszunehmen. Nur meine Enkel, Kinder, da habe ich Zeit.

Und am wichtigsten, die sogenannten gutgemeinten Ratschläge, sie kommen gleich in die Tonne, diese ungebetenen Vorschläge, was gut für mich ist,

Ja ich erlebte viele Widersprüche, damit ist mein Leben reich gepflastert. Und eines lernte ich, jeder geht seinen Weg und ich werde nicht fragen, wer bist du, was hast du beruflich geleistet, was hast du an Vermögen, Haus, und und… Alterssicherung, welche Rolle im Rahmen von Erfolg und Rang hast du erreicht. Was konntest du dir alles leisten.. Das ist völlig unwichtig.

Entscheidend ist, die innere Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, die Freundlichkeit ohne Hintersinn, nicht neidisch zu sein, die schlichte Mitmenschlichkeit, vielleicht ist genau das, was ich als christliche Haltung verstehe, den anderen einfach annehmen, ihm Raum geben.

Aber auch Position beziehen, ihn zeigen, du kannst deinen Weg neu gehen, du musst nicht süchtig sein nach hohem Rang , ungeteilte Anerkennung, Es liegt an dir, Bilanz zu ziehen, deinen Weg neu zu finden, und sich klar bekennen, das sind meine Werte. Mir geht es gut nun, mein Weg tut mir sehr gut, und ich spüre, auch für mich selber wird es besser.

Heute ist noch Hochnebel, aber es darf gerne kühl und windig sein, dann kann ich draußen wieder ein wenig schaffen. Ist schon merkwürdig, wie wenig ich kann körperlich, aber ich mache das was mir möglich ist.

Dafür habe ich weiter viel gelesen, nun nochmal begonnen, das Buch: mein Leben als Schäfer, wie im Lake Distrikt ein Junge und später junger Bauer seinen Alltag schildert , dann über Unwege zur Bildung findet, und auch wie ihn der Tourismus in seiner Übertreibung in seiner Heimat schmerzt , aber noch mehr, wie Leute von Außerhalb Null Ahnung haben, warum er sein Leben so lebt, aber es ist bedrückend.

Das passiert bei uns auch, Fremde kaufen teuer alles weg, nur noch Ferienhäuser in alten Bauernhäuser, wo sonst Einheimische, Familie lebten, arbeiteten, und wollen uns sagen, was nun richtig sei..das kann nicht funktionieren, Gäste sind dann keine Gäste mehr.

Aber die Zeit wird es regeln, so wie nun viele gärtnern , die sonst nichts damit zu tun haben wollten, oder Geflügel halten.. Und so hoffe ich auf nettere Zeiten, wo nicht nur zählt was man hat sondern teilt.

Ich webe nun die Wollweberei zu Ende, ein langes Tuch, 1m breit, fester gewebt als die Wolldecken vorher.., werde mich entscheiden nach der ersten Wäsche, was draus wird…

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