Kälter

draußen, das Hoch bringt auch Kälte mit, selbst bei mir geschützt, plus 4 Grad nur, am Boden soll es nur plus 1 Grad gewesen sein, wie gut dass die letzten Wochen im Obstgarten geerntet wurde .

Aber in mir ist es wärmer. ein Morgen, nun das normale nun für mich, Fahrrad ist eingenistet, das geht nicht, Spinnräder vorsichtshalber auch Pause, und so wird früh Schmerzmittel genommen, dazu mein kleines Frühstück, meine Kreise reduziert auf das Notwendige. Aber brauche es nur noch einmal täglich.

Aber ich sehe es nicht negativ, wenn man an früher denkt, da war Reisen auch nicht möglich, und ein Bewohner der Hallig lebt auch nicht ständig im Gefühl, man muss immer unterwegs sein.. Ich habe meine schönen Wolldecken, in eine kuschele ich mich nun ein, , schaue Moma und besonders gerne Wetter und Politik, dazu kurz im Internet die Zeitung überfliegen. Mein Kafffee läuft durch, der Tag beginnt langsam.

Ich plane was muss heute erledigt sein, ah Apotheke, Glascontainer, Leergut Wasserflaschen, mal schauen was ich kann und mag, dazu Wäsche, und für mich Lebensmittel. Das erledige ich alles nach dem Mittagessen, da habe ich ja noch Suppe im Glas. Aber ich bleibe in meiner Region, keine große Tour, dann freue ich mich aufs Kettfädeneinziehen heute vormittag und draußen kurz sitzen, Sonne tanken. Lesen…stricken vielleicht..

Ja es sind kleine Kreise, und kleine Freuden, aber dafür sehr intensiv. Besuche Treffen all das geht nicht, lieber Schonung, ich merkte dass das der einzige Weg ist bis zur weiteren Diagnose klar zu kommen. Ich hätte lieber nicht die Kurzreise machen sollen, es war zu schmerzhaft, aber die Seele hatte sich so darauf gefreut, doch nun meine Schlüsse gezogen, ich besuche nur Family, liebe das Bein ruhig lagern. Ja ich kannte sowas nicht, und muss meine Grenzen abtasten , aber nun sind es weitere 10 Tage, dann weiß ich vielleicht mehr. Nun ich bin zufrieden, sollen andere doch ihr Fitnesskram regeln, irgendwann wird auch das nichts mehr nützen, unser Körper hat einfach Grenzen.

Wir sind zwar gewohnt dank guter Medizin , es nicht zu merken, oder Operationen ermöglichen gutes Sehen, viele früher normalen Gebrechen sind unsichtbar, aber es ist einfach auch Tatsache, man wird sterben, und die Leidensgeschichten trotz moderner Behandlung waren oft schlimm, die mir erzählt wurden von Trauernden.

Nun es gibt aber auch die innere Haltung. Wie gehe ich mit Einschränkungen um? Hermann hat mich gelehrt, es mit Zähigkeit und Ausdauer neu zu definieren, er machte vieles anders, die Stärke habe ich leider nicht. Dazu sein Humor, und er sah seine Krankheiten nicht, es interessierte ihn nur, was kann ich dennoch machen, Medikamente Hilfsmittel nur notwendiges Übel , er hatte kein Interesse am Thema . Ihn faszinierte Garten, Bauen, Landwirtschaft, Wald und doch wusste ich schon, nun muss ich ihn bremsen, nun mal weniger..

Aber er hatte keine Zeit sich mit Krankheiten inhaltlich zu befassen, ihm genügte zu wissen, welche Medikamente warum und wie, mehr nicht… und so spottete er gerne über andere, die sich mit Krankheiten wichtig machten, er hatte dafür null Verständnis, er der wirklich mit der Herzleistung am Ende war, er sah sich nie als so krank wie er war.

Welche gute Gabe , das war lerne ich nun, und es ermutigt mich, sehe was du machen kannst, und mache sinnvolles aus dem Tag. Sinnvolles tun für sich für andere, mein Werken, das gibt mir Freude. Vielleicht kleine Reise von 1 bis 2 Wochen einmal, aber wie andere in meinem Alter, nur mit Wohnmobil unterwegs, das ist mir zu wenig.

Würde ich in der Nähe einer Universität leben, ich hatte nochmal studiert, aber das ist nicht zu vereinbaren mit meinen anderen Zielen. Aber ich lerne dennoch, verfeinere mein Wissen an Spinnrad und Webstuhl, zur Faserkunde, zum Färben, theoretisch, praktisch, was gerade mir wichtig ist, herrlich das man das kann. Und nur für mich!

Und ich liebe es zu stöbern, Fundstücke zu machen, und das wöre schon ein schönes Ziel, noch einmal die Orte aufzusuchen, wo man das Wissen noch praktiziert , sich auszutauschen, aber durch Corona wage ich es nicht so, und nun muss es eh warten.

Und nun mein Morgenkaffee, euch allen einen fröhlichen Tag!

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